Immer mehr Menschen suchen nicht mehr nur bei Google, sondern fragen ChatGPT, Perplexity oder den KI-Modus der Google-Suche: „Welcher Elektriker in Soltau ist gut?“ oder „Wo kann ich im Heidekreis schön essen gehen?“. Die KI antwortet mit wenigen Empfehlungen – und wer dort nicht genannt wird, findet nicht statt. Das Optimieren für solche Antworten heißt GEO – Generative Engine Optimization. Worauf es ankommt, erklären wir hier.
Warum klassisches SEO allein nicht mehr reicht
Seit Oktober 2025 gibt es den KI-Modus der Google-Suche auch auf Deutsch. Dazu kommen die KI-Übersichten über den normalen Suchergebnissen und Assistenten wie ChatGPT. Eine Auswertung von eMarketer zeigt: Weniger als 10 % der Quellen, die ChatGPT, Gemini und Copilot zitieren, stehen bei Google für dieselbe Frage in den Top 10. Ein gutes Google-Ranking garantiert also keine Erwähnung in der KI.
Die gute Nachricht: Die Grundlagen bleiben gleich. Google selbst sagt, dass für die KI-Übersichten und den KI-Modus keine speziellen Dateien oder Auszeichnungen nötig sind. Es zählen saubere Technik und gute Inhalte – nur noch etwas konsequenter.
Die 7 wichtigsten Stellschrauben
- Klare Antworten auf echte Fragen. KI-Systeme suchen Textstellen, die eine Frage direkt beantworten. Ein FAQ-Bereich mit den Fragen, die Ihre Kunden wirklich stellen, ist Gold wert.
- Eindeutige Fakten. Was bieten Sie an, für wen, wo und zu welchen Bedingungen? Leistungen, Einzugsgebiet, Öffnungszeiten und Ansprechpartner sollten als Text auf der Website stehen, nicht nur in Bildern.
- Strukturierte Daten. Mit Schema-Auszeichnungen (z. B. Unternehmen, Adresse, FAQ) verstehen Maschinen Ihre Inhalte zuverlässiger. Wichtig: Die Angaben müssen zum sichtbaren Text passen.
- Google-Unternehmensprofil pflegen. Google nennt ein aktuelles Unternehmensprofil ausdrücklich als Grundlage. Name, Adresse und Telefonnummer müssen überall gleich sein.
- Erwähnungen auf anderen Seiten. KI-Systeme vertrauen Unternehmen, über die auch andere schreiben: Branchenverzeichnisse, Lokalpresse, Verbände, Partner, Bewertungsportale.
- Bewertungen. Viele und aktuelle Bewertungen mit konkretem Inhalt („pünktlich, sauber gearbeitet, faires Angebot“) fließen in KI-Empfehlungen ein.
- Technik ohne Hürden. Die Website muss für Suchmaschinen erreichbar, schnell und mobil gut nutzbar sein. Wichtige Inhalte gehören in Textform auf die Seite.
Wie messe ich, ob die KI mich nennt?
Die Zugriffe aus den KI-Übersichten und dem KI-Modus von Google sind in der Google Search Console enthalten. Ob ChatGPT, Perplexity und Co. Ihr Unternehmen erwähnen, lässt sich mit spezialisierten Werkzeugen regelmäßig prüfen: Man hinterlegt typische Kundenfragen und sieht, wer in den Antworten auftaucht. Für unsere Kunden werten wir das im monatlichen Bericht aus.
Ein schneller Selbsttest
Fragen Sie ChatGPT oder den KI-Modus von Google so, wie es Ihre Kunden tun würden: „Welche [Branche] in [Ort] können Sie empfehlen?“ Werden Sie genannt? Stimmen die Angaben? Wenn nicht, ist das ein klares Signal.
Sie möchten wissen, wie sichtbar Ihr Unternehmen für KI-Systeme ist? Unser kostenloser Website-Check zeigt, wo Sie stehen – und was wir verbessern können.
Quellen: Google Search Central: KI-Funktionen und Ihre Website, eMarketer: Generative Engine Optimization 2026, onlinemarketing.de.